Fernseher sind in den vergangenen Jahren immer größer geworden. 75 oder 85 Zoll sind heute nichts Ungewöhnliches mehr, selbst 98 und 100 Zoll sind längst regulär erhältlich. Mit der Bilddiagonale wachsen allerdings auch ganz praktische Anforderungen. Ein sehr großer Fernseher muss durch Türen und Stiegenhäuser, sicher an seinen Platz gebracht und montiert werden – und bleibt dort als entsprechend große schwarze Fläche sichtbar, wenn er nicht genutzt wird.
Über genau diese Entwicklung hat unser Geschäftsführer Thomas Chuchlik gemeinsam mit Dietmar Pils, Commercial Director Sales bei Hisense Österreich, mit E&W gesprochen. Im Interview der Ausgabe 6/2026 geht es um große Fernseher, Laser TVs und Smart-Projektoren und um eine Veränderung, die wir bei HeimkinoWelt selbst deutlich sehen.
Ab 85 Zoll wird die Entscheidung eine andere
Bis ungefähr 80 oder 85 Zoll sieht Thomas den klassischen Fernseher für viele Anwendungen weiterhin als naheliegende Lösung. Hohe Bildqualität, unkomplizierter Betrieb und gute Alltagstauglichkeit sprechen klar dafür. Darüber werden andere Fragen wichtiger. Wie kommt ein 100-Zoll-Gerät überhaupt an seinen vorgesehenen Platz? Wie dominant darf die Bildfläche im Wohnraum sein? Und passt ein dauerhaft sichtbarer Bildschirm zur Architektur und Einrichtung?
Laser TVs und Smart-Projektoren gehen mit dieser Bildgröße anders um. Große Diagonalen lassen sich mit vergleichsweise kompakten Geräten realisieren, während eine passende Leinwand bei Bedarf vollständig im Möbel oder in der Decke verschwinden kann. Gerade in Wohnräumen mit großen Glasflächen oder freiem Blick nach draußen muss der Raum dadurch nicht dauerhaft um einen Fernseher herum geplant werden.
„Es setzt sich selten das beste Produkt durch, sondern das einfachste“
Dieser Satz von Thomas im E&W-Interview trifft ziemlich gut, was sich mittlerweile bei moderner Projektion verändert hat. Bildqualität bleibt wichtig, im täglichen Gebrauch entscheidet aber immer stärker, wie unkompliziert sich Technik nutzen lässt.
Ein klassischer Heimkino-Projektor verlangt eine genaue Planung von Projektionsabstand, Position und Bildfläche. Moderne Smart-Projektoren vereinfachen vor allem die anschließende Aufstellung und Bildeinrichtung deutlich. Beim Hisense C2 Ultra gehören so zum Beispiel automatische Bildkorrektur, Autofokus und Hinderniserkennung zum grundlegenden Konzept, wodurch Aufstellung und Einrichtung deutlich flexibler werden.
Moderne Smart-Projektoren verlangen im Alltag deutlich weniger Beschäftigung mit der Technik. Damit erreichen sie auch Menschen, die sich früher kaum für einen klassischen Heimkino-Projektor interessiert hätten. Bei uns zeigt sich diese Verschiebung sehr deutlich: Rund 70 Prozent unseres Projektorengeschäfts entfallen heute auf Smart- und Laser-Projektoren, während früher klassische Heimkino-Projektoren den Großteil ausmachten.
Warum die Vorführung bei großen Bildern so wichtig ist
Die Verschiebung hin zu Smart- und Laser-Projektoren verändert selbstverständlich auch die Beratung bei uns im Schauraum. Wer bisher nur Fernseher kennt, kann sich 120 oder 150 Zoll auf dem Papier nur schwer vorstellen und erst recht nicht, wie sich so eine Bildgröße tatsächlich in einen Wohnraum integrieren lässt.
Dafür haben wir bei der HeimkinoWelt unterschiedliche Lösungen in realistischen Umgebungen aufgebaut. Große Fernseher, klassische Projektion, Laser TVs und Smart-Projektoren lassen sich direkt miteinander vergleichen, mit passenden Leinwänden und unterschiedlichen Möglichkeiten der Wohnraumintegration. Entscheidend ist dabei weniger, welches Gerät auf dem Datenblatt gewinnt, sondern welche Lösung zum Raum, zur Nutzung und zum eigenen Anspruch passt.
Gerade bei Projektion macht die Abstimmung einen großen Unterschied. Eine weiße Wand kann bei einem Smart-Projektor für den Einstieg reichen, bei einem Laser TV gehören Leinwand und präzise Aufstellung deutlich stärker zum Gesamtkonzept. Raumlicht, Bildgröße, Sitzabstand, Audio und die Frage, ob die Technik sichtbar bleiben oder vollständig verschwinden soll, greifen dabei ineinander. Ein 100-Zoll-Fernseher kann die richtige Lösung sein, in einem anderen Raum funktioniert eine motorisierte Leinwand mit 120 oder 150 Zoll wesentlich stimmiger. In der Vorführung wird dieser Unterschied deutlich schneller nachvollziehbar als auf einem Datenblatt.
⯈ Mehr Hintergründe im E&W-Interview
Wie sich diese Entwicklung aus Sicht von HeimkinoWelt und Hisense weiter einordnen lässt, welche Rolle einfache Bedienung und neue Kundenerwartungen dabei spielen und warum gerade der Fachhandel bei diesen Lösungen wichtiger wird, lesen Sie im vollständigen Interview „Nicht das beste Produkt setzt sich durch“ in E&W, Ausgabe 6/2026.
Erleben Sie den Unterschied live vor Ort!
Ein riesiges Bild lässt sich in Worten beschreiben. Wie unterschiedlich 100, 120 oder 150 Zoll im Raum wirken, zeigt sich allerdings erst in einer echten Vorführung. Besuchen Sie uns in unseren HeimkinoWelt Showrooms in Wien und vergleichen Sie aktuelle Laser-TVs und Projektoren direkt im Live-Betrieb.
Häufige Fragen zu Laser TVs und Smart-Projektoren
Eine feste Grenze gibt es nicht. Bis etwa 80 oder 85 Zoll ist ein Fernseher für viele Anwendungen weiterhin die naheliegende Lösung. Bei größeren Bilddiagonalen gewinnen Faktoren wie Transport, Montage und die Integration in den Wohnraum an Bedeutung. Gerade bei 100, 120 Zoll oder mehr kann ein Laser TV deshalb eine interessante Alternative sein.
Als Laser TV werden üblicherweise Systeme auf Basis eines Ultrakurzdistanz-Projektors bezeichnet, die aus sehr geringer Entfernung ein großes Bild erzeugen und häufig gemeinsam mit einer passenden Leinwand eingesetzt werden. Smart-Projektoren sind bei der Aufstellung meist flexibler und verbinden Projektion mit Funktionen wie integriertem Streaming, automatischer Bildanpassung und einfacher Einrichtung. Die Grenzen zwischen den Produktgruppen werden allerdings zunehmend fließend.
Ja. Moderne Smart-Projektoren können direkt auf eine geeignete weiße Wand projizieren und damit sehr unkompliziert ein großes Bild erzeugen. Eine gute Projektionsleinwand schafft allerdings bessere Voraussetzungen für Bildqualität, Kontrast und eine gleichmäßige Darstellung. Bei einem Laser TV mit Ultrakurzdistanz-Projektor spielt die passende Leinwand eine wesentlich größere Rolle und sollte als Teil des Systems betrachtet werden.


