XGIMI HORIZON 30 Serie – Ein Heimkinoabend in vier Akten
23. Oktober 2026
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XGIMI HORIZON 30 Serie – Ein Heimkinoabend in vier Akten

Draußen fällt noch Tageslicht ins Wohnzimmer, während auf der Leinwand bereits das Fußballspiel läuft. Einige Stunden später ist der Raum dunkel, der Film beginnt und irgendwann übernimmt die Spielekonsole. Für den Projektor sind das ganz unterschiedliche Aufgaben, obwohl sich an seiner Position den ganzen Abend nichts verändert.

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Die neue XGIMI HORIZON 30 Serie ist für solche wechselnden Anforderungen entwickelt worden. Mit dem HORIZON 30 Pro, Max und Ultra Max stehen drei 4K-Laserprojektoren zur Auswahl, die auf derselben technischen Grundlage aufbauen und sich vor allem durch ihre Leistungsreserven unterscheiden.

Akt I – Noch bevor der erste Film beginnt

Die Leinwand hängt bereits an ihrem Platz. Für den Projektor ist die ideale Position allerdings nicht immer dort, wo sich das Gerät problemlos unterbringen lässt. Möbel, Sitzplätze und die Raumgestaltung bestimmen oft mit, wie viel Spielraum bei der Aufstellung tatsächlich vorhanden ist. Die HORIZON 30 Serie bringt dafür einen optischen Zoom mit einem Projektionsverhältnis von 1,2 bis 1,5:1 und einen großzügigen Lens Shift mit. Das Bild lässt sich horizontal und vertikal verschieben, während der Projektor an seiner Position bleibt. 

Weil diese Anpassungen auf optischem Weg erfolgen, können Bildgröße und Position verändert werden, ohne die Auflösung durch eine digitale Korrektur zu reduzieren. Autofokus, automatische Bildausrichtung und Hinderniserkennung erleichtern zusätzlich die Einrichtung. Für eine dauerhaft hochwertige Projektion lohnt es sich dennoch, die optischen Einstellmöglichkeiten möglichst gut auszunutzen. 

Einmal eingerichtet, können mit Lens Memory verschiedene Einstellungen für unterschiedliche Leinwandformate gespeichert und später wieder aufgerufen werden. Google TV übernimmt die Medienwiedergabe, die beleuchtete Fernbedienung liegt bereit. Der erste Film könnte beginnen, doch draußen ist es noch Nachmittag.

Akt II – Wenn das Tageslicht noch im Raum ist

Auf der Leinwand läuft ein Fußballspiel. Schnelle Bewegungen, helle Trikots und die großen Farbflächen des Spielfelds stellen andere Anforderungen als ein Film im abgedunkelten Heimkino. Mit zunehmender Bildgröße verteilt sich die verfügbare Lichtleistung auf eine größere Fläche, während das Tageslicht den wahrgenommenen Kontrast zusätzlich reduziert. Hier kommen die RGB-Triple-Laser-Lichtquellen der HORIZON 30 Projektoren ins Spiel. 

Bereits der Pro erreicht laut XGIMI bis zu 4.800 ISO-Lumen, während der Ultra Max an der Spitze der Serie mit bis zu 6.000 ISO-Lumen angegeben ist. Die drei getrennten Laserlichtquellen für Rot, Grün und Blau ermöglichen zudem eine besonders umfangreiche Farbdarstellung. Die hohen Helligkeitswerte brauchen allerdings eine Einordnung. XGIMI ermittelt sie unter Laborbedingungen im Performance-Modus, bei dem Farbabweichungen und höhere Lüftergeräusche auftreten können. Für die regelmäßige Nutzung empfiehlt der Hersteller andere Bildmodi, deren tatsächliche Lichtleistung geringer ausfallen kann.

Ein großes Bild profitiert deshalb weiterhin von einer durchdachten Lichtkontrolle. Schon die Möglichkeit, direkt einfallendes Sonnenlicht zu reduzieren, kann viel zur Bildqualität beitragen. Gerade bei einer fest installierten Leinwand lohnt es sich, diese Bedingungen von Anfang an mitzudenken. Am Abend wird es draußen langsam dunkler. Das Fußballspiel ist vorbei, und mit dem nächsten Film ändern sich die Anforderungen erneut.

Akt III – Die Dunkelheit gehört zum Film

Eine nächtliche Filmszene lebt von den Abstufungen zwischen Licht und Schatten. Ein schwach beleuchtetes Gesicht, die Konturen eines Gebäudes oder einzelne Lichtquellen vor dunklem Hintergrund verlangen vom Projektor eine präzise Lichtsteuerung. Im abgedunkelten Raum gewinnt deshalb der Kontrast gegenüber der reinen Lichtleistung zunehmend an Bedeutung.

XGIMI setzt bei allen drei HORIZON 30 Modellen auf das Dual Intelligent Iris System. Die Blendensteuerung kann die Lichtabgabe an unterschiedliche Bildinhalte anpassen und soll so die Wiedergabe dunkler Szenen verbessern. Zusätzlich stehen Verfahren zur dynamischen Schwarzwertoptimierung zur Verfügung. Für den Ultra Max nennt XGIMI einen nativen Kontrast von bis zu 10.000:1. Gemessen wird dieser Wert bei einer definierten Blendenstellung nach der Full-On/Full-Off-Methode, also anhand aufeinanderfolgender vollständig weißer und schwarzer Testbilder. 

Wie differenziert helle und dunkle Inhalte innerhalb derselben Filmszene erscheinen, hängt zusätzlich von der Bildverarbeitung, den gewählten Einstellungen und den Lichtverhältnissen im Raum ab. Mit Dolby Vision, HDR10+ und IMAX Enhanced unterstützt die Serie zudem wichtige Formate für anspruchsvolle Filmwiedergabe. Gerade bei HDR müssen hohe Helligkeitsspitzen und feine Schattenabstufungen möglichst ausgewogen wiedergegeben werden, damit sowohl helle als auch dunkle Szenen ihre Bilddetails behalten. 

Als schließlich der Abspann über die Leinwand läuft, bleibt der Projektor eingeschaltet. Die Spielekonsole übernimmt, und mit ihr verändern sich die Anforderungen. Eben ging es noch um feine Abstufungen in dunklen Filmszenen, jetzt zählen flüssige Bewegungen und eine möglichst unmittelbare Reaktion auf jede Eingabe.

Akt IV – Wenn die Leinwand zum Spielfeld wird

Bei einem Rennspiel folgen auf jede Lenkbewegung neue Bildinhalte, während die Strecke mit hoher Geschwindigkeit am Blickfeld vorbeizieht. Auf einer großen Leinwand nehmen solche Bewegungen einen erheblichen Teil des Sichtfeldes ein, wodurch eine flüssige Darstellung und geringe Eingabeverzögerungen besonders wichtig werden. Alle drei HORIZON 30 Projektoren unterstützen 4K mit bis zu 120 Hz über einen entsprechend leistungsfähigen HDMI-Zuspieler. Hinzu kommen VRR, ALLM und AMD FreeSync, wodurch sich die Bildausgabe besser an wechselnde Bildraten anpassen lässt.

Bei 4K und 120 Hz nennt XGIMI eine Eingabeverzögerung von 1,9 Millisekunden unter den angegebenen Gaming-Testbedingungen. Die oft beworbene eine Millisekunde gilt bei Full HD mit 240 Hz. Damit bietet die Serie auch für schnelle Spiele eine interessante technische Grundlage, wobei die tatsächlich erreichten Bildraten natürlich vom jeweiligen Spiel und der verwendeten Hardware abhängen.

Auch beim Ton bleiben verschiedene Möglichkeiten offen. Die integrierten Harman/Kardon-Lautsprecher mit zweimal 12 Watt übernehmen die direkte Wiedergabe. Über HDMI eARC lässt sich ebenso ein externes Soundsystem integrieren, beispielsweise mit einem kompatiblen AV-Receiver und einem vollständigen Surround-Lautsprechersystem.

Epilog – Drei Modelle, eine gemeinsame Idee

Der Abend endet, der Projektor wird ausgeschaltet. Welche der drei Varianten die passende ist, entscheidet sich letztlich an den Bedingungen, unter denen das große Bild regelmäßig genutzt wird. Alle Modelle teilen sich wesentliche Eigenschaften wie RGB-Triple-Laser, Dual Intelligent Iris, optischen Zoom, Lens Shift und die Gaming-Funktionen. Die größten Unterschiede liegen bei den Helligkeitsreserven und den angegebenen Kontrastwerten.

Die XGIMI HORIZON 30 Modelle im Vergleich

ModellISO-LumenKontrast
Horizon 30 Pro4.8008.000:1
Horizon 30 Ultra5.3009.000:1
Horizon 30 Ultra Max6.00010.000:1

Der HORIZON 30 Pro bringt bereits die wesentlichen Technologien der Serie mit. Der Max bietet zusätzliche Helligkeits- und Kontrastreserven, während der Ultra Max mit den höchsten Herstellerwerten antritt. Bei einer dauerhaft abgedunkelten Umgebung können andere Prioritäten sinnvoll sein als in einem offenen Wohnzimmer mit großen Fenstern. Die passende Bildgröße, eine geeignete Leinwand und die Aufstellung gehören deshalb genauso zur Entscheidung wie der Projektor selbst.

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